„dass Auschwitz nicht noch einmal sei.“ - Vortrag von Niklas Lämmel
Horkheimer, Adorno und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.
Im März 1933 wurde das Frankfurter Institut für Sozialforschung von den Nationalsozialisten geschlossen. Als linke Wissenschaftler jüdischer Herkunft waren Max Horkheimer und seine Kollegen gezwungen, Deutschland zu verlassen. Im US-amerikanischen Exil setzten sie ihre Studien zum Aufstieg des Autoritarismus fort: Wieso hatten sich so viele Menschen dem Nationalsozialismus zugewandt? Welche Rolle spielte der Antisemitismus? Nach dem Ende des Krieges kehrten einzelne Angehörige des Instituts nach Deutschland zurück. Insbesondere Theodor W. Adorno setzte sich unermüdlich für den Wiederaufbau der Demokratie und die Reflexion der nationalsozialistischen Vergangenheit ein.
Der Vortrag führt in die Geschichte des Instituts für Sozialforschung ein und nimmt insbesondere dessen Beiträge zur Erforschung des Nationalsozialismus in den Blick. Vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen soll außerdem nach der Aktualität der vorgestellten Überlegungen gefragt werden. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit für die gemeinsame Diskussion.
Niklas Lämmel ist Promotionsstipendiat des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES). In seiner Doktorarbeit an der Universität Kassel beschäftigt er sich mit Theodor W. Adorno. 2024 war er für einen Forschungsaufenthalt an der Harvard University. Vom 11.-24.08.2025 ist er Stipendiat der Schreibzeit in Buchen, ein Angebot der Bücherei des Judentums mit ELES.